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Schubabschaltung deaktivieren

Um zu verstehen, was Schubabschaltung deaktivieren bedeutet, muss man zuerst wissen, was eine Schubabschaltung überhaupt ist. Unter Schubabschaltung versteht man eine temporäre und beabsichtigte Unterbrechung der Kraftstoff-Zufuhr in den Verbrennungsmotor. Dies geschieht, wenn er keine Leistung erzeugen soll, sondern durch die Fahrzeugmasse angetrieben wird, die sich im Schwung befindet. Ist ein Verbrennungsmotor im Schubbetrieb, benötigt er keinen Kraftstoff. Die Motor-Bewegung kann durch die Drehung über den Antriebsstrang erhalten werden. Erst wenn sich der Motor knapp über der Leerlaufdrehzahl befindet, ist wieder eine Kraftstoffzugabe erforderlich. Ansonsten bleibt der Motor stehen und stirbt ab. Die Schubabschaltung wurde zu Anfang bei Diesel-Motoren eingesetzt, dabei schaltet die Einspritzpumpe die Förderung des Kraftstoffes ab, wenn die Motordrehzahl zu hoch und der Drehzahlregler aktiv ist. In der Regel ist dies der Fall, wenn keine Betätigung des Gaspedals stattfindet. Bei Otto-Motoren findet die Schubabschaltung seit dem Jahr 1980 Verwendung in elektronischen Einspritz-Anlagen. Die Schubabschaltung dient in erster Linie der Einsparung von Kraftstoff, z.B. wenn die Geschwindigkeit verringert wird und man den Motor als Bremse benutzen kann.

In der Tuning-Szene oder bei sportlichen Autofahrern ist es beliebt, die Schubabschaltung zu deaktivieren. Die Gründe dafür können verschiedener Natur sein. Zum einen ist es möglich, das Schubknallen zu erzeugen. Zum anderen kann dadurch bei einem Turbomotor der Ladedruck aufrecht erhalten werden. Bekannt ist dies auch als Anti-Lag- oder Bang-Bang-System. Wer die Schubabschaltung deaktivieren möchte, muss einen Eingriff in das Motorsteuergerät vornehmen, diese Maßnahme sollte dem Fachmann überlassen werden. Die Maßnahme ist ähnlich einer Kennfeld-Optimierung, wer sich nicht auskennt, kann einen kapitalen Schaden am Fahrzeugmotor verursachen.

Teilweise geht es nicht immer darum, die komplette Schubabschaltung zu deaktivieren, sie kann auch nach hinten verlegt werden. Der Zündwinkel wird zurück genommen und der Kraftstoff zündet merklich später. Ein Teil des Kraftstoffes zündet erst im Abgassystem, dadurch wird das Schubknallen erzeugt. Der Eingriff bedeutet eine Mehrbelastung für den Motor, den Turbolader, die Ventile und den Vor-Katalysator. Diese Teile sind durch das Schubabschaltung deaktivieren weitaus heißeren Abgasen ausgesetzt. Empfehlenswert ist ein Katalysator aus Metall, so können eventuelle Beschädigungen gemindert werden. Die Lebensdauer des Motors kann sich verringern, der Fachmann erteilt weitere Auskünfte. Wer tatsächlich seine Schubabschaltung deaktivieren möchte, sollte keinesfalls die Maßnahme selbst durchführen. Zudem ist nach dem Schubabschaltung deaktivieren eine erneute TÜV-Abnahme erforderlich.